Espresso-Geschichten: Jasmin Dobrovsky

In unseren Espresso-Geschichten servieren wir kurze, pointierte Interviews mit Menschen, die inspirieren. Ob Reiseexpert:innen, Gastgeber:innen, Produzent:innen, Künstler:innen, Handwerker:innen oder Visionär:innen – ihre Geschichten führen uns an Orte, die in keinem Reiseführer stehen, und eröffnen neue Blickwinkel auf ein Italien abseits der bekannten Pfade.

Bei einem Espresso sprechen wir über das, was diese Persönlichkeiten antreibt.


Kompakt, gehaltvoll, voller Charakter – wie ein richtig guter Espresso.

Kunst zum Eintauchen: Kreatives Abenteuer mit der Künstlerin Jasmin Dobrovsky am Mittelmeer​

Wenn Kunst nicht nur aus Farben und Formen besteht, sondern aus Lebensfreude, Begegnungen und echten Erlebnissen – dann steckt dahinter eine Vision. 
 

Die Wiener Künstlerin Jasmin Dobrovsky – künstlerische Begleiterin unseres Art Retreats Ligurien – erzählt über Kindheitserinnerungen, ihren Weg zur Kunst, Inspirationsquellen und was unser Art Retreat in Ligurien so besonders macht.

Jasmin, wie bist du zur Kunst gekommen?

Ich habe Malen schon als Kind geliebt und war lieber in der Schreibwarenhandlung als im Spielzeuggeschäft. Später wollte ich unbedingt etwas Kreatives machen, habe mich aber nicht gleich getraut Künstlerin zu werden. Ich ware einige Jahre lang Grafikerin und Illustratorin bis ich den Schritt in die Kunst gewagt habe.

Wie würdest du deine Kunst beschreiben?
Ich małe was ich liebe und was mich bewegt. Meine Kunst ist bunt und vielfältig, wie mein Leben. 
 
Was inspiriert dich persönlich am meisten beim Malen?
Die Menschen! Egal ob ich Porträts male, oder Blumen – ich bin oft beim Kontakt mit anderen Leuten inspiriert: Gespräche, interessante Gesichter, neue Blickwinkel. Ganz viel entsteht wenn Menschen zusammen kommen.
 
Welche Künstler:innen oder Kunstrichtungen haben dich besonders beeinflusst?
Ich bewundere natürliche viele Maler:innen. Aber auch andere Künstler:innen beeinflussen und inspirieren mich sehr. Ich mache daher auch einen Podcast in dem ich Gespräche mit anderen Künstler:innen führe.
 
Was erwartet die Teilnehmer:innen bei einem Art Retreat mit dir?
Lebensfreude! Denn bei allem fachlichen Wissen – das ich natürlich auch vermitteln will – ist es für mich wichtig, dass bei der Kunst die Freude im Vordergrund steht. Es ist schön etwas zu schaffen und jegliches Verkrampfen ist nicht förderlich.
 
Wie sieht ein Retreat-Tag aus?
Jeder Tag wird sehr anders aussehen. Es stehen neben den unterschiedlichsten Unternehmungen auch ganz unterschiedliche Workshops am Programm. Vom Porträt auf Leinwand bis zum Bemalen von Keramik wird Einiges dabei sein.
 
Was bringt ein mehrtägiges Retreat im Vergleich zu einem eintägigen Workshop?
Eintauchen. Abschalten. Und das über mehrere Tage. Dadurch ist ein ganz anderer Bewusstseinszustand möglich. Losgelöst von der gewohnten Umgebung, dem Alltag und umgeben von inspirierenden Eindrücken kann man selbst ganz anders kreativ schaffen. Davon abgesehen, kann ich als Coach die Teilnehmer:innen auch ganz anders kennenlernen und umgekehrt. Darauf freu ich mich schon riesig, denn in meinen „normalen“ Workshops im Atelier bleibt da oft viel zu wenig Zeit.
 
Warum ist eine kreative Auszeit gerade in der heutigen Zeit so wichtig?
Ganz viel findet digital statt. Man sehnt sich nach echten Erlebnissen. Mit den eigenen Händen etwas zu kreieren stärkt den Geist und macht ihn gleichzeitig frei. 
 
Was ist das Besondere für dich und die Teilnehmer:innen, wenn Kunst unterwegs im Freien oder auf Reisen entsteht?
Ich hatte schon ganz oft das Erlebnis, dass ich mich im Urlaub sehr inspiriert gefühlt habe und mir dachte: Sobald ich zuhause bin werde ich das und das malen, weil ich eben die notwendigen Materialien nicht vor Ort hatte. Das Art Retreat bietet die Möglichkeit, dass man direkt die schöne, inspirierende Umgebung nutzen kann um kreativ loszulegen.
 
Wenn das Retreat ein Gemälde wäre – wie würde es aussehen?
Bunt, aber trotzdem harmonisch! Ein Bild, das man total gerne anschaut und am liebsten darin eintauchen will.
 

Zur Person

Jasmin Dobrovsky ist Künstlerin aus Wien. Sie malt, was sie liebt. Die Themen ihrer Bilder entstehen aus ihren Leidenschaften: Blumen, Porträts, Bücher und auch Italien gehört dazu. So ist bereits eine ganze Serie aus Italien-inspirierten Bildern entstanden.

Im Rahmen ihres Kunst-Podcasts „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ führt Jasmin inspirierende Gespräche mit anderen Künstler:innen aller Art.

In ihrem Atelier in Wien bietet Jasmin auch Workshops an. Jetzt verbindet sie diese mit ihrer Leidenschaft zu Italien!

 

Art Retreat Ligurien von 12. bis 17. Mai 2026

Inmitten malerischer Landschaften, begleitet vom mediterranen Ambiente, entstehen unter professioneller Anleitung von Jasmin Dobrovsky individuelle Kunstwerke. Auf dem Programm stehen abwechslungsreiche Workshops mit Acryl, Aquarell und Tusche, begleitet von Ausflügen in wunderschönen Küstenorte wie Noli, Varigotti oder Savona sowie dem Besuch lokaler Ateliers.

Damit bietet das Art Retreat in Ligurien die perfekte Gelegenheit, der eigenen Kreativität Raum zu geben und sich gleichzeitig von „la dolce vita“ inspirieren zu lassen!

Nähere Informationen finden Sie hier!

 
 

Italien in Ihrer Küche: Spargelrisotto

Risotto agli asparagi

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Der Frühling ist da und damit steht auch die Spargelsaison vor der Tür! In der italienischen Küche gibt es Spargel in vielen verschiedenen Formen, oft mit frischer Pasta oder als Risotto. Deshalb teilen wir unser Lieblingsrezept für ein typisches Spargelrisotto. Dabei ist besonders auf die Qualität der Grundzutaten – Spargel, Risottoreis (z.B. Carnaroli oder Arborio) und Wein – zu achten.

Zutaten:

  • 500 g Spargel
  • 300 g Reis (z.B. Carnaroli, Arborio)
  • 125 ml Weißwein
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • Parmesan
  • Frische Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden.
  2. Den Spargel in Stücke von ca. 2 cm schneiden und die Hälfte des Spargels 6 bis 8 Minuten dämpfen.
  3. Die Butter schmelzen und die gehackte Zwiebel hinzufügen.
  4. Die Zwiebel weich dünsten, den Reis sowie die frischen (nicht gedünsteten) Spargelstücke dazugeben und alles leicht anrösten.
  5. Den Wein angießen und gut umrühren.
  6. Die Hitze reduzieren und das Risotto unter Beigabe von etwas heißer Gemüsebrühe kochen.
  7. Gelegentlich umrühren und mehr Gemüsebrühe hinzufügen, wenn der Reis die meiste Flüssigkeit aufgenommen hat – bis der Reis schließlich „al dente“ ist (etwa 15 bis 20 Minuten).
  8. In der Zwischenzeit den gedünsteten Spargel pürieren und einige der spitzen Spitzen für die Garnitur übrig lassen.
  9. Das Spargelpüree zum Risotto geben, vom Herd nehmen und einige Minuten ruhen lassen.
  10. Das Risotto abschmecken und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  11. Mit einigen gedämpften Spitzen, frischer Petersilie und geriebenem Parmesan servieren.
  12. Buon appetito!

Stadt des Monats: Asolo

Asolo

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Asolo liegt in der nordostitalienischen Region Venetien und ist ein verstecktes Juwel, das als eine der schönsten Städte Italiens („I Borghi più belli d’Italia“) ausgezeichnet wurde.

Ein Zufluchtsort

Der Name Asolo kommt vom lateinischen Wort „asylum“, was so viel wie Zufluchtsort bedeutet. In diesem Zusammenhang bietet Asolo einen Rückzugsort für diejenigen, die der Hektik des Alltags entfliehen und ein paar entspannte Tage in den Hügeln Venetiens verbringen möchten. Diese Geschichte reicht viele Jahrhunderte zurück: Bereits in der Römerzeit war es eine Stadt mit einem Theater und einem Kurort.

Hundert Horizonte

Charakteristisch für Asolo, von Giosuè Carducci die „Stadt der hundert Horizonte“ genannt,  sind die sanften Hügeln, die prachtvollen Kirchen, die typischen Plätze (wie die Piazza Garibaldi) und kleinen Gassen sowie  die antiken Stadtmauer, Frescos und historischen Villen – die an die Geschichte der Stadt erinnern.

Für jeden Geschmack etwas

Die Stadt Asolo und ihre Umgebung bieten etwas für jeden Geschmack und jedes Interesse: von Geschichte, Kunst und Kultur in lokalen Museen, Kunstgalerien und Theatern bis hin zu Radtouren in den Hügeln Venetiens, einem Kaffee im Cafè Centrale, um das Stadtleben zu beobachten und einzutauchen in die reichhaltige lokale Küche eintauchen oder die nahe gelegene Straße des Prosecco erkunden – Asolo bietet alles, was einen angenehmen Urlaub ausmacht.

Entspannung und "la dolce vita"

Neugierig geworden, Asolo zu entdecken? Wenn Sie Asolo auf besonders entspannte Art und Weise kennenlernen möchten, können wir Ihnen unsere Yoga Retreats, die in Asolo stattfinden, wärmstens empfehlen. Zusammen mit der österreichischen Yogalehrerin Mag. Stefanie Mandl bieten wir eine Kombination aus Yoga und Klang Retreats sowie ein vollständiges Eintauchen in das Dolce Vita, das Asolo zu bieten hat. Erfahren Sie mehr!

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Asolo:

  • Rocca di Asolo
  • Castello della Regina Cornaro
  • Mercatino dell’Antiquariato (Antiquitätenmarkt,  jeden zweiten Sonntag im Monat)
  • Piazza Garibaldi
  • Duomo di Asolo
  • Villa Freya Stark (Amphitheater)
  • Museo Civico
  • Teatro Duse
  • Kloster Padri Cappuccini
  • Due Mori (Restaurant mit authentischen Gerichten und fantastischer Aussicht)

Stadt des Monats

Alba

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Im südlichen Teil der italienischen Region Piemont gelegen, gilt Alba als das Herz der Weinlandschaft Langhe – eine von 55 UNESCO-Weltkulturerbestätten in Italien. Einst eine polygonale Form, hat Alba noch heute eine Vielzahl fantastischer mittelalterlicher Charakteristika.

Alba Pompeia

Mit archäologischen Funden aus der Jungsteinzeit und der Eisenzeit beginnt die Geschichte von Alba vor der römischen Zivilisation. Im ersten Jahrhundert war Alba die Heimat keltischer und ligurischer Stammessiedlungen. Unter ihrem antiken Namen „Alba Pompeia“ lag die Stadt in einer strategischen Lage an der wichtigen Route zwischen Acqui Terme und Turin.

Stadt der hundert Türme

Früher war Alba als die Stadt der hundert Türme bekannt. Einst als Verteidigungsmaßnahme, sind einige Türme auch heute noch gut erhalten und gelten als zentrale Symbole von Alba.

Die Hauptstadt des weißen Trüffels

Als Heimat der „Tartufi Bianchi“ (weiße Trüffel) ist Alba auch ein perfekter Ort für Feinschmecker. Die vor mehr als 80 Jahren ins Leben gerufene International Alba White Truffle Fair findet an den Wochenenden von Anfang Oktober bis Ende November statt und ist der Treffpunkt für Trüffelliebhaber.

In vino veritas

In der Nähe eines weiteren UNESCO-Weltkulturerbes, der Weinberglandschaft des Monferrato, sowie bezaubernder Städte wie Barolo, Asti oder Barbaresco gelegen, ist Alba außerdem ein großartiger Ort für Weinliebhaber. Einige der berühmtesten Weine sind Barbera, Dolcetto, Barolo und Moscato. Außerdem findet in Alba jedes Jahr im April das berühmte Weinfest Vinum statt.

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Alba:

  • Palazzo Communale (Rathaus)
  • Stadttürme
  • Kathedrale von San Lorenzo
  • Kirche von San Domenico
  • Städtisches Museum für Archäologie und Naturwissenschaften Federico Eusebio
  • Michele Ferrero-Platz
  • Kirche von San Giuseppe
  • Kirche St. Johannes der Täufer
  • Palazzo Mostre e Congressi
  • Kirche von Santa Maria Maddalena

Italien in Ihrer Küche

Focaccia genovese

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Traditionsgemäß ist die Focaccia genovese (im ligurischen Dialekt „fügassa“ genannt) innen weich, außen knusprig und großzügig mit nativem Olivenöl extra und Salz bedeckt. Wir verraten nicht nur das Rezept für Focaccia genovese, sondern auch die geheime Zutat: Zeit. 

Zutaten:

  • 600 g Mehl
  • 400 ml Wasser (Raumtemperatur)
  • 40 ml Olivenöl (nativ extra)
  • 2 EL feines Salz 
  • 1 EL Zucker
  • 15g Hefe
Belag:
  • 2 EL grobes Salz
  • Olivenöl (nativ extra)
  • optional: Rosmarinblätter, Kirschtomaten, Oliven oder geschnittene Zwiebeln

Zubereitung:

  1. Für die Focaccia Genovese die Hefe mit Zucker und Wasser verrühren und 10 Minuten ruhen lassen.
  2. In einer großen Schüssel Mehl und Salz mit der Hefemischung mischen und dann das Olivenöl hinzugeben.
  3. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig zwei Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen.
  4. In der Zwischenzeit Olivenöl auf das Backblech geben.
  5. Den Teig vorsichtig ausrollen, auf das Blech geben und weitere zwei Stunden ruhen lassen.
  6. Die Focaccia großzügig mit Olivenöl bestreichen, grobes Salz darüber streuen und mit den Fingerkuppen kleine Vertiefungen formen.
  7. Die Focaccia weitere zwei Stunden ruhen lassen.
  8. Das Backrohr auf 230°C vorheizen und die Focaccia mit etwas Wasser (für die typische Farbe) beträufeln.
  9. Die Focaccia ca. 20 Minuten backen.
  10. Die Focaccia noch warm oder bei Zimmertemperatur servieren und genießen!